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Die wichtigsten Fachausdrücke

 

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Meditation (lateinisch)

nach Langenscheidt´s Wörterbuch Lateinisch–Deutsch: von meditari, "nachdenken, sinnen, sich vorbereiten". Doch ich könnte von meditari ableiten "in der Mitte Sein", denn medium heißt "Mitte". In den spirituellen Lehren ist mit Meditation eher Stille gemeint - etwa so wie PANTANJALI yoga definiert, allerdings: "suppression" wäre wieder eine Tätigkeit, und außerdem würde damit Gewalt angewendet (nämlich der mind gegen sich selbst), was zur Meditation auch nicht taugt, da in diesem Falle der mind tätig wäre, was contra–meditativ wäre.

OSHO (1991, Seite 18–19) gibt folgende Erläuterungen (doch man muß bei OSHO bedenken: »those who cling to my words, miss me: wer sich an meine Worte klammert, mißversteht mich«, seine Äußerungen dienen der Anregung tieferer Geist-Schichten als der des mind): »Meditation heißt einfach nur dasein, gar nichts tun – keine Handlung, kein Gedanke, kein Gefühl. Du bist einfach da, und es ist eine reine Freude.« und: »Das Leben geht weiter, es geht in Wirklichkeit viel intensiver weiter – und doch hältst du Abstand, bist nur ein Beobachter auf dem Berge, nimmst einfach nur alles wahr, was um dich geschieht.« und: »Meditation ist unser eigenes Forschen. Du suchst danach herauszufinden, wie du beschaffen bist und was Schein in dir ist und was wirklich in dir ist. Es ist eine ungeheure Reise vom Unechten ins Wirkliche, vom Sterblichen ins Unsterbliche, von der Dunkelheit ins Licht.«

In sanskrit gibt es den Begriff dhyan (daraus entstand im Japanischen das Wort Zen), doch damit meinen sie noch mehr Stille als mit ”Meditation”: auch das Subjekt (das Ego) ist so still, daß nur noch reine, ganz bewußte Wahrnehmung übrigbleibt, nur noch der einfache reine Beobachter ohne zu werten und zu vergleichen.

Im Westen wird mit ”Meditation” meist die stille Hinwendung zu einem Objekt oder einem Gedanken gemeint, was im Osten nicht so ist, OSHO sagt statt dessen lieber ”Kontemplation”. Es lässt sich also die folgende Reihe aufstellen:

  1. Tägliche geistige Beschäftigung (in allen Richtungen, verwirrend vielfältig, verursacht durch die täglichen Lebensabläufe, noch verstärkt durch unsere heutige technisierte, unendlich vielfältige Umwelt);
  2. Konzentration (eine geistige und/oder handwerkliche Tätigkeit, die sich ganz auf das eine Objekt einstellt);
  3. Kontemplation (stille geistige Einstellung auf das Objekt ohne Tätigkeit);
  4. Meditation (der Geist hat kein Ziel und ist untätig, nur das Subjekt (das Ich) ist im Bewußtsein);
  5. dhyan (auch das Subjekt ist nicht mehr im Ziel des Geistes, lediglich das reine Sein ist ganz wach da. Dhyan wäre in etwa identisch mit samadhi (sanskrit) und satori (japanisch)). Doch die spirituellen Meister Indiens´s weisen den Weg noch weiter, so sagte RAMAKRISHNA auf die Bemerkung VIVEKANANDA´s, »ich möchte im samadhi eingetaucht bleiben«: »What a small mind you have; go beyond samadhi!, samadhi is a very trifling thing : was für einen kleinen Geist du hast - geh über samadhi hinaus, samadhi ist eine sehr oberflächliche Sache«. (NIKHILANANDA 1953, Seite 144)
  6. nirvana (das "Auslöschen der Flamme", das absolute Nicht-Sein, oder wie BUDDHA sagte: »wie ein Vogel, der davonfliegt und keine Spuren hinterläßt«).

Es gibt eine Reihe von tantrischen und anderen Übungen, die gedacht sind, den Meditierer vorzubereiten auf Meditation: zum Beispiel Tanz- oder Schreimeditationen wie die kundalini-Meditation OSHO´s, die Dynamische Meditation oder Summen. Sie sind aber nicht eigentlich Meditationen sondern Vorstufe, Vor-Bereitung. (OSHO 1991)

Sannyasin (sanskrit)

ist ein Schüler einer spirituellen Meisterin oder eines spirituellen Meisters. Der klassische indische sannyasin entsagt der Welt. Im Gegensatz dazu steht der sannyasin nach OSHO´s Idee, der der Welt nicht entsagt sondern seinem Ego; »er steht in der Welt, ist aber nicht von der Welt«. OSHO nennt seine sannyasins deswegen Neo-Sannyasins.