Du kannst die Bilder kopieren und in Größe, Helligkeit und Farbe für Dich selbst verändern.
Alle Farbaufnahmen sind von mir. Für die schwarz-weiß-Zeichnungen, die nicht von mir sind, ist über die Herkunft etwas in den Legenden angegeben.
Auf den Bildern errscheinen auch Pflanzen, mir ist bewußt, daß Bougainvillea und Hibiscus möglicherweise vor 1000 Jahren in Indien nicht vorkamen, da sie aus anderen Ländern stammen - Südamerika beziehungsweise China. Bougainvillea ist auf Bild 18, Bild 20 und Bild 05. Hibiscus auf Bild 22, Bild 25. Auf Bild 24 ist ein banyan-Baum (Ficus bengalensis) zu sehen. Auf Bild 03 steht vorne ein Teak-Baum (Tectona grandis). Im Bild 15 stehen vorne ein paar Bananen-Pflanzen, und auf den kleinen Feldern bauen die Bauern Reis an. Ich erinnere mich, wie ich 1965 diese Aufnahme in Kerala (Südindien) machte: die Luft war voll vom Duft von Gewürzpflanzen. Die Schmetterlinge und die grüne Raupe stammen ebenfalls aus Kerala, sie mögen vielleicht in Khajuraho nicht vorgekommen sein - aber in den tropischen Wäldern und Parks leben viele Schmetterlingsarten, die den Besucher umkreisen.
Die Zeichnungen der Grund- und Aufrisse habe ich nach Zeichnungen in der Literatur gemacht.
Das Bild der vina-Spielerin habe ich nach einem Foto von Martin HÜRLIMANN aus seinem Buch "Indien" 1966 abgezeichnet.
Über tantra ist im Westen viel Literatur zu finden, aber erst seit Ende des 19. Jahrhunderts: vorwiegend AVALON (Pseudonym für WOODROFFE), später MOOKERJEE und RAWSON - um die wichtigsten zu nennen. Die Werke der genannten Autoren habe ich für diesen Text angesehen.
Es gibt einen tief esoterischen, indischen Film über Khajuraho: "1002 A.D. Khajuraho" (siehe Literaturverzeichnis). Immer wieder stellen Künstler in den Tempeln ihre Kunst vor, so Pandit JASRAJ und Hari Prasad CHAURASIA (siehe Literaturverzeichnis unter Pandit ...) auf Audio-Cassetten.
Viele Berichte in der sogenannten Fachliteratur sind mir zu eng und orientieren sich an Vorurteilen; ich sehe das besonders an den verschiedenen Bemühungen, einen Sinn in den erotischen Skulpturen auf den Tempeln zu finden. RAWSON (1973, Seiten 26 ff) schreibt etwas zu diesem Problem.
Vermutlich sind die Autoren der sogenannten Fachliteratur mit festgefahrenen Vorstellungen (Paradigmen) behaftet und von ihnen abhängig, die aus ihrer eigenen sozialen und religiösen Herkunft stammen - zum Beispiel färben oft christlich-kirchliche Ansprüche und Vorstellungen in die Texte hinein; und so ähnlich ist es auch im modernen hinduistischen Brahmanismus - beide sind anti-tantrisch, anti-sexuell, anti-hedonistisch und wehren sich gegen die Leichtigkeit und Naturnähe des tantra.