Navigation überspringen.
 

Wie sieht es in der Umgebung von Khajuraho aus?

Im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh liegt 200 km südwestlich von der Großstadt Allahabad und 120 km nördlich von Jabalpur das Dorf Khajuraho im Distrikt Chhatarpur, welcher bis zur Unabhängigkeit Indiens ein kleines Königreich der rajahs (Könige) von Chhatarpur war. Die Bevölkerung des Dorfes besteht heute vorwiegend aus Mitgliedern der Religionen Hinduismus und Jainismus. Über 20 gut oder in Ruinen erhaltene antike Tempel sind dort zu finden, von denen etwa 15 in sehr gutem Zustand sind. Reste von einigen weiteren finden sich in Feldern, oder in neuere Tempel eingebaut, abgenommene oder gefundene Figuren im örtlichen Museum und in anderen Museen in Indien und im Ausland, wahrscheinlich auch im Privatbesitz.

Im Khajuraho-Bazar sind Läden, Restaurants, Hotels, Markt, Post, ein paar moderne Tempel und ein oder zwei Museen. In der Nähe gibt es einen Fluplatz mit täglichen Verbindungen nach New Delhi und Agra; beschwerliche Busverbindungen gibt es vom Bazar nach Jhansi, Satna, Harpalpur (von diesen Orten gute Bahnverbindungen) und anderen Orten mehrmals täglich.

Getrennt vom Bazar findet sich das eigentliche Bauerndorf Khajuraho. Die Umgebung ist fruchtbar und kann mit etwas technischen Aufwand - den auch die Bewohner dieser Gegend vor 1000 Jahren kannten und pflegten - ganzjährig bebaut werden. Das Klima ist subtropisch mit heißen trockenen Sommern und warmen nassen Wintern - letzteres ist die Haupt-Vegetationszeit. Ganzjährig fließt in einigen Flüssen Wasser.

Die Umgebung ist ursprünglich dicht bewaldet gewesen, doch während der letzten 60 Jahre ist der Wald größtenteils ersatzlos abgeschlagen worden, was eine weitgehende Versteppung des Landes und eine Verarmung der Bevölkerung nach sich gezogen hat. Das gilt zum Teil auch für den nahegelegenen Nationalpark Panna, einst gepflegter wild- und waldreicher Privatbesitz der rajahīs von Chhatarpur, heute verwahrloster versteppender Trockenwald und Galeriewald - immerhin sind noch Krokodile im Fluß zu sehen, heißt es.