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Die Fantasie-Reise

 

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Eine spirito–therapeutische Reise ins mittelalterliche Khajuraho als Vorbereitung zur höchsten Erkenntnis

Wir denken uns zurück in die hohe Zeit des Jejaka-bhukti-Reiches – vor tausend Jahren:

Langsam und allein wandere ich auf die Tempel zu, die in einem bunten und feinen Park liegen. Die Sonne brennt; ich habe mich geschmückt, wie es bei einem solchen Gang üblich und schön ist. Bunter Schmuck und bunte Tücher sind es, und es wird nun heiß auf der Haut. Es war zu viel, die Sonne zeigt‘s mir jetzt. Ich habe es übertrieben, habe mich wohl zu sehr rausgeputzt.

Bild 14, Blick von Süden, etwa vom Chausath Yogini-Tempel aus, hinten Kandariya-, Jagadamba- und vielleicht ganz hinten Chitragupta-Tempel - Vorschaubild

Bild 14, Blick von Süden, etwa vom Chausath Yogini-Tempel aus, hinten Kandariya-, Jagadamba- und vielleicht ganz hinten Chitragupta-Tempel.

Schon weit vor dem Park, in dem die Tempel stehen, wird es stiller – keine Werkstätten, keine brüllenden Kühe oder Büffel, keine schreienden Kinder mehr – ich nähere mich einem geheiligten Gebiet.

Ein paar Tagereisen von der Stadt Khajuraho entfernt liegt mein Dorf, wo ich mit Arbeiten in der Landwirtschaft Unterhalt für mich und für die anderen in meiner Hütte, eigentlich für die ganze Commune verdiene, die aus einer Ansammlung mehrerer Hütten besteht. Das Leben dort ist ziemlich anstrengend, es ist tagtäglich heiß und feucht, im Sommer scheint die Sonne Feuer zu schleudern, in der Regenzeit ist alles so lebendig, daß die Pilze aus jedem Stein zu sprießen scheinen, selbst aus meinem Körper.

Bild 15, so mag es im Mittelalter in Jejaka-bhukti ausgesehen haben. Ich erinnere mich wie ich 1965 diese Aufnahme in Kerala gemacht habe, die Luft war voll vom Duft der Gewürzpflanzen - Vorschaubild

Bild 15, so mag es im Mittelalter in Jejaka-bhukti ausgesehen haben. Ich erinnere mich wie ich 1965 diese Aufnahme in Kerala gemacht habe, die Luft war voll vom Duft der Gewürzpflanzen

Die Tiere des Waldes stören dauernd unseren Anbau von Reis, Obst, Baumwolle und Gemüse, sie greifen sogar an, wenn wir sie vertreiben wollen, besonders die Büffel und Elefanten, die dauernd aus dem Wald kommen, sind unangenehm, und wir werben immer wieder Waldleute an, die besser mit den Elefanten umgehen können, um sie zu vertreiben oder wo anders hinzuleiten. Die Mücken; die kleinen Blutegel, die an jedem Kraut sitzen und auf Menschenhaut warten; die nesselnden Kräuter; die Vipern, nur eine Spanne lang und gefährlich, giftig-bissig, denn man sieht sie nicht und sie warnen nicht vor dem Stich – dagegen sind die großen cobras und andere Schlangen harmlos.

Doch wir haben mit der Landwirtschaft zu tun, Gartenbau, Bewässerung, Fischfang ...

Bild 16, pflügender Bauer (1992) - Vorschaubild

Bild 16, pflügender Bauer (1992)