Noch ein paar Tage wandere ich durch diese Gegend, doch nicht mehr sehe ich zurück – es ist abgeschlossen, und neue Dinge werden bald beginnen. Durch dürres Dornengestrüpp und über ausgetrocknete Sommerwiesen geht es zu meinem Dorf, das noch einige langsame Tagesreisen entfernt liegt.
Das Erlebte lasse ich sorgfältig verlaufen – aber die feinen Stimmungen bleiben erhalten. Langsam nähere ich mich meinem Dorf, und wie Kinder angelaufen kommen, umarme ich sie mit Tränen in meinen Augen – heil und daheim.
Es muß nun etwas an mir sein, das die anderen Menschen gelassen werden lässt. Sie sind sehr liebevoll mit mir und den anderen, die an diesen Nächten teilgenommen haben. Und ich merke: selten habe ich mich selbst so angenommen und geliebt wie gerade jetzt. Nun könnte ich kein Tier töten oder auch nur schlagen. Ich bin ganz friedfertig. Bevor ich eine Pflanze abbreche, habe ich das Bedürfnis, sie um Verzeihung zu bitten – und das tue ich auch.
Bild 60, Abschied von den Türmen von Khajuraho