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Zitate von OSHO zum Verständnis der Fantasiereise

 

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Ich bin hundert Mal in Khajuraho gewesen, und ich habe keine einzige Skulptur als pornographisch gesehen. Ein nacktes Bild oder ein nacktes Standbild wird erst dann pornographisch, wenn es deine Sexualität erregt. Das ist das einzige Kriterium: ob es eure Sexualität provoziert, ob es als Anreiz für euren Sexualinstinkt dient. Aber das ist mit Khajuraho nicht der Fall. Vielmehr wurden diese Tempel genau zum entgegengesetzten Zweck geschaffen.

Sie wurden dazu geschaffen, um darüber zu meditieren, wie Mann und Frau Liebe miteinander machen. Und die Steine sind lebendig geworden! Die Menschen, die sie gemacht haben, müssen die größten Künstler gewesen sein, die die Welt je gekannt hat. Sie wurden geschaffen, um über sie zu meditieren, sie waren Gegenstände für Meditation.

Es ist ein Tempel, und die Meditierenden saßen um ihn herum, schauten einfach die Skulpturen an und beobachteten dabei, ob sich in ihrem Innern noch ein sexuelles Verlangen regte. Dies war das Kriterium: Regte sich kein sexuelles Verlangen, war dies das Zeugnis dafür, daß sie die Tempel betreten konnten. All diese Skulpturen befinden sich außen am Tempel, an den Außenwänden; drinnen sind keine Nacktstatuen.

Aber es war nötig, daß die Menschen erst darüber meditieren, und danach war ihnen klar, daß kein Verlangen da war. Im Gegenteil, diese Statuen hatten ihr gewöhnliches Verlangen nach Sex dahinschwinden lassen. Danach waren sie fähig, ins Innere des Tempels zu gehen – anderenfalls durften sie ihn nicht betreten. Das wäre Profanität – ein solches Verlangen in sich zu haben und damit den Tempel zu betreten. Es würde den Tempel beschmutzen ... man würde den Tempel damit beleidigen.

Die Menschen, die diese Tempel schufen, schufen auch eine gewaltige, umfangreiche Literatur. Der Osten ist früher nie sexuell repressiv gewesen. Vor Buddha und Mahavira war der Osten niemals sexuell repressiv gewesen. Erst mit Buddha und Mahavira wurde Enthaltsamkeit zum ersten Mal spirituell. Im übrigen waren alle Seher der Upanishaden und der Veden verheiratete Leute; sie waren nicht enthaltsam, sie hatten Kinder.

Und das waren keine Leute, die der Welt den Rücken kehrten; sie hatten allen erdenklichen Luxus und Komfort. Sie lebten in den Wäldern, aber sie bekamen alles von ihren Schülern geschenkt – von den Königen, von ihren Liebenden. Und ihre ashramas, ihre Schulen, ihre Akademien im Wald waren sehr wohlhabend.

Mit Buddha und Mahavira fing der Osten eine kranke Tradition des Zölibats, der Repression an. Und als das Christentum nach Indien kam, kam ein starker Trend der Repression. Diese dreihundert Jahre Christentum haben die östliche Psyche fast so repressiv gemacht wie die westliche Psyche.

Jetzt also sind meine Methoden (der Dynamischen und der Kundalini-Meditation) anwendbar auf beide. Ich nenne sie vorbereitende Methoden. Sie sollen alles zerstören, was euch davon abhalten kann, in eine stille Meditation zu gehen. Sobald Dynamische oder Kundalini-Meditation ihren Zweck erreicht haben, seid ihr klar, habt ihr alles Repressive gelöscht, habt ihr die Hetze, die Eile, die Ungeduld gelöscht. Jetzt ist es euch möglich, in den Tempel einzutreten.

Das ist der Grund, warum ich über das Akzeptieren der Sexualität gesprochen habe, denn ihr könnt Repression nicht loswerden ohne den Sex zu akzeptieren. Und ich möchte, daß ihr vollkommen sauber, natürlich werdet. Ich möchte, daß ihr in einem Zustand seid, wo diese einhundertzwölf Methoden für euch praktikabel werden.«